Nah am Wasser gebaut
Kulturdenkmale im Wandel: Was passiert im Welterbe Oberes Mittelrheintal?
Ein Morgen im Herbst: Schiffe schieben sich durch den aufsteigenden Nebel übers Wasser, fahles Licht scheint durch den Dunst, das Laub der Weinberge leuchtet, Wolkenfelder geben geheimnisvoll Burgruinen frei.
Wer jemals eine solche Stimmung in der dramatischen Naturkulisse des Mittelrheintals erlebt hat, der kann alle Brentanos, Heines und Mary Shelleys dieser Welt verstehen, der spürt, dass dies immer eine Gegend der Reisenden, der Schauenden und Staunenden bleiben wird; der begreift, warum der Mittelrhein ein besonderes Erbe der Menschheit ist, auch immer bleiben wird und darum besonders intensiv gepflegt werden will.
Es brauchte nur ein bisschen Geduld, bis man sich auf eine gemeinsame Art und Weise der Pflege geeinigt hat. Zumal die ersten Überlegungen zur Aufnahme in die UNESCO-Welterbeliste bereits 1977 stattfanden und erst einmal gute 30 Jahre reifen mussten.
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